Zugang frei: Alle Kinder in die Kita! NRW

Kita-Zugänge verbessern in NRW

Kinder aus Familien in herausfordernden Lebenslagen profitieren in besonderem Maße von frühkindlicher Bildung. Gleichzeitig besuchen sie deutlich seltener und häufig später eine Kindertageseinrichtung als andere Kinder. Trotz bestehendem Rechtsanspruch verhindern oftmals strukturelle Hürden wie fehlende Informationen, komplexe Anmeldeverfahren, mangelnde Transparenz bei der Platzvergabe oder unzureichende Unterstützungsstrukturen einen frühen Zugang zur Kita.

Mit dem Projekt „Kita-Zugänge verbessern – NRW“ setzt sich die Auridis Stiftung gemeinsam mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) dafür ein, diese Hürden abzubauen und die Teilhabechancen von Kindern in herausfordernden Lebenslagen nachhaltig zu verbessern. Grundlage des Vorhabens ist eine von der DKJS durchgeführte Bestandsanalyse zu den kommunalen Steuerungsmöglichkeiten beim Kitazugang und deren Auswirkungen auf die Teilhabechancen von Kindern und Familien.

Auf dieser Basis werden ausgewählte Kommunen in Nordrhein-Westfalen über mehrere Jahre hinweg bei der Weiterentwicklung ihrer Strukturen begleitet. Im Fokus stehen unter anderem die Verbesserung von Anmelde- und Vergabeverfahren, die bedarfsgerechte Ansprache und Unterstützung von Familien, die ressortübergreifende Zusammenarbeit sowie die strategische Steuerung von Zugängen zum frühen Bildungssystem. Ziel ist es, wirksame kommunale Lösungsansätze zu entwickeln, zu erproben und langfristig zu verankern.

Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist zudem der Wissenstransfer in die Fläche. Erfolgreiche Ansätze und Praxiserfahrungen werden systematisch aufbereitet und über Materialien, Austauschformate und Fachveranstaltungen weiteren Kommunen zugänglich gemacht. Ergänzend soll ein länderübergreifender Austausch den Transfer von Wissen und Erfahrungen zwischen Bundesländern fördern und die gemeinsame fachpolitische Weiterentwicklung des Themas unterstützen.

Die Nachhaltigkeit des Vorhabens wird durch die enge Zusammenarbeit mit dem zuständigen Landesministerium, den beiden Landesjugendämtern in Nordrhein-Westfalen sowie weiteren Akteur:innen des Regelsystems sichergestellt. Die entwickelten Ansätze sollen dauerhaft in kommunalen Strukturen verankert werden, sodass der Zugang von Familien zur frühen Bildung auch über die Projektlaufzeit hinaus verbessert wird.

Pina Nell

Projektmanagerin und Prokuristin
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