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PRÄVPIKO

Analyse zu Kindergarteneingangsuntersuchungen als Ergänzung zu Schuleingangsuntersuchungen

 

Durch eine Ergänzung der ärztlichen Schuleingangsuntersuchung (SEU) können Familien systematisch zu ihrem Inanspruchnahme-Verhalten präventiver Angebote befragt werden. Die hieraus gewonnenen Informationen können Kommunen beispielsweise zur Präventionsplanung nutzen. In dem Projektvorhaben sollte daher, zunächst für die beiden Bundesländer NRW und Niedersachsen, die rechtlichen, organisatorischen und politischen Rahmenbedingungen der SEU aufgearbeitet werden. Zudem sollten in vier Pilotkommunen ein einfaches Verfahren entwickelt und getestet werden, um eine eigenständige kommunalspezifische Zusatzbefragung in die SEU zu integrieren.

 

Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Herausforderungen für den öffentlichen Gesundheitsdienst, konnte das ursprüngliche Projektvorhaben zur Eingangsuntersuchung für Schulneulinge nicht wie geplant umgesetzt werden. Stattdessen wurde eine Analyse zu Kindergarteneingangsuntersuchungen (KEU) durchgeführt. Entwicklungsdefizite von Kindern werden oftmals erst im Rahmen der SEU erkannt. Um den Entwicklungsstand der Kinder bereits zu einem früheren Zeitpunkt einschätzen zu können, gewinnt die Entwicklungsdiagnostik im Kindergartenalter in Form von KEU an Bedeutung. Bislang sind KEU jedoch weder bundesweit etabliert noch gesetzlich verankert. In dem Projektvorhaben sollte daher untersucht werden, welche Herangehensweisen im Bereich der KEU umgesetzt werden und welche Effekte dadurch beabsichtigt sind bzw. durch die Kommunen selber bereits dokumentiert werden. Auf Basis der Fachliteratur ist hierfür eine erste vertiefte wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Intervention KEU in Deutschland erfolgt und es wurden aktuelle Fragestellungen abgebildet. Aufbauend auf den Erkenntnissen wurden qualitative problemzentrierte Interviews mit relevanten Akteuren aus dem Bereich der KEU durchgeführt und Strukturen, Prozesse und subjektiv berichtete Wirkungen erfragt.

 

Kooperationspartner
Institut für Medizinische Soziologie
Förderzeitraum
2019 -2021
Förderziele
Pilotierung eines Standardverfahrens zur Ergänzung der Schuleingangsuntersuchung in Kommunen durch Zusatzbefragungen
Einsatz von Fördermittel
Finanzierung von Personal- und Sachkosten am Institut für Medizinische Soziologie sowie Aufwandsentschädigung für teilnehmende Kommunen

Ihr Ansprechpartner in der Stiftung

Markus Büchel

Markus Büchel

Projektmanager und Prokurist