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Netzwerk Kinder von Inhaftierten

Initiierung von landesweiten Strukturentwicklungsprojekten zur Unterstützung von Kindern Inhaftierter

Schätzungen zufolge sind in Deutschland jährlich 100.000 minderjährige Kinder von der Inhaftierung eines Elternteils betroffen. Eine vulnerable Gruppe, die bisher kaum im Fokus steht, jedoch als hoch relevant für die Prävention eingeschätzt werden kann. Wissenschaftliche Untersuchungen weisen darauf hin, dass mehr als 2/3 der Kinder von Inhaftierten über negative psychische und physische Folgen berichten und bei 25 % ein erhöhtes Risiko, selbst straffällig und inhaftiert zu werden, besteht. Im Hilfesystem gibt es dennoch kaum verbreitetes Wissen über die Bedeutung von Präventionsmaßnahmen für diese Zielgruppe. Dies liegt vor allem an der fehlenden Vernetzung zwischen den Systemen der Justiz und der Kinder- und Jugendhilfe. Aus diesem Grund baut der gemeinnützige Verein Treffpunkt e.V. ein bundesweites Netzwerk aus Akteuren der Jugend- und Straffälligenhilfe, Verbänden, Politik, Wissenschaft und freien Trägern auf, um eine bestmögliche Unterstützung von Kindern Inhaftierter zu gewährleisten. 

 

Über den Aus- und Aufbau des bundesweiten Netzwerkes hinaus eruiert Treffpunkt e.V. in verschiedenen Bundesländern die Bereitschaft für Kooperationsprojekte zum Thema Kinder von Inhaftierten. Hierzu berät Treffpunkt e.V. die für das Thema zuständigen Ministerien sowie freie und öffentliche Träger, um mit diesen nachhaltige Strukturentwicklungen für eine stärkere Kooperation zwischen spezialisierten Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und Gefängnissen zu entwickeln.

Kooperationspartner
Treffpunkt e.V.
Förderzeitraum
seit 2021
Förderziele
Entwicklung von Strukturentwicklungsprojekten in verschiedenen Bundesländern zur Unterstützung von Kindern Inhaftierter
Einsatz von Fördermittel
Übernahme von Kosten für die fachliche Beratung sowie für den bundesweiten Netzwerkauf- bzw. ausbau

Ihr Ansprechpartner in der Stiftung

Ben Spöler

Ben Spöler

Projektmanager