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Kinder von inhaftierten Eltern

Kontakt hilft, mit der Belastung besser zurechtzukommen

Innerhalb eines EU-weiten Forschungsprojekts (COPING) berichten 75% der befragten Kinder von Inhaftierten über negative psychische und physische Folgen. Die deutsche Forschung stellt insbesondere für Söhne Inhaftierter ein erhöhtes Risiko psychischer Erkrankungen und antisozialer Persönlichkeitsstörungen fest und kommt insgesamt zu folgendem Schluss: Werden negative Auswirkungen bei betroffenen Kindern nicht aufgefangen oder abgemildert, besteht bei ihnen ein erhöhtes Risiko, später einmal selbst straffällig oder inhaftiert zu werden.

Kinder von inhaftierten Eltern

Der persönliche Umgang darf nicht an den Strukturen scheitern

Mit der UN-Kinderrechtskonvention und den Empfehlungen des Europarats bestehen bereits Grundlagen, um Kinder von Inhaftierten zu unterstützen. Im Hilfesystem gibt es bislang dennoch zu wenig Unterstützungsangebote und kaum verbreitetes Wissen über die Bedeutung von Präventionsmaßnahmen für Kinder von Inhaftierten. Dies liegt vor allem an der fehlenden flächendeckenden Vernetzung zwischen den Systemen der Justiz und der Kinder- und Jugendhilfe. Denn um betroffenen Kindern und ihren Familien zu helfen, ist ein interdisziplinäres und ressortübergreifendes Vorgehen aller zuständigen staatlichen Stellen sowie freier Träger notwendig.

Unser Angebot

 

Die Auridis Stiftung unterstützt in mehreren Bundesländern, in Kooperation mit den zuständigen Ministerien sowie öffentlichen und freien Trägern, Strukturentwicklungsprojekte, um ein besseres Zusammenwirken zwischen Justizvollzugsanstalten und spezialisierten Trägern der Kinder- und Jugendhilfe zu ermöglichen. Bei der jeweiligen Konzepterstellung in den Ländern werden wir durch den Verein Treffpunkt e.V., der sich bundesweit für eine bessere Versorgung von Kindern inhaftierter Eltern einsetzt, fachlich beraten. Zusammen mit Treffpunkt e.V. soll ein entscheidender Beitrag zur Erreichung folgender Wirkungsziele geleistet werden:

 

  • Es werden nachhaltige ressortübergreifende Koordinationsstrukturen geschaffen, sodass neue Versorgungsstrukturen zwischen Justizvollzugsanstalten und spezialisierten Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe entstehen.
  • Es kommt in Justizvollzugsanstalten zu einem familienfreundlicheren Vollzug.
  • Fachkräfte in der JVA sowie aus der Kinder- und Jugendhilfe sind für die spezifischen Bedarfe von betroffenen Kindern und Familien sensibilisiert bzw. erwerben zusätzliche Kompetenzen.
  • Betroffene Kinder stabilisieren ihre physische und psychische Gesundheit. Betroffene Familienmitglieder erfahren Selbstwirksamkeit im Umgang mit der Situation und den daraus resultierenden Belastungen.

      Ihr Ansprechpartner in der Stiftung

      Ben Spöler

      Ben Spöler

      Projektmanager

      Projekte im Themenfeld Kinder von inhaftierten Eltern

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